Ein gebrauchter oder generalüberholter Treppenlift kann viel Geld sparen – aber nicht in jeder Situation. Hier erfahren Sie, wann sich der Gebrauchtkauf lohnt, welche Preise realistisch sind und worauf Sie unbedingt achten sollten.
Entscheidend ist Ihre Treppe. Bei einer geraden Treppe kann sich ein gebrauchter Sitzlift lohnen, denn die Standardschiene lässt sich meist an die Stufenzahl anpassen. Hier sind Ersparnisse von 30 bis 50 % gegenüber Neuware realistisch.
Bei einer kurvigen Treppe ist ein Gebrauchtkauf dagegen selten sinnvoll: Die Schiene wurde für ein bestimmtes Treppenhaus maßgefertigt und passt fast nie exakt auf eine andere Treppe. Eine Neuanpassung ist oft so teuer, dass sich der vermeintliche Schnäppchenpreis auflöst.
Wie die Preise neu und gebraucht im Vergleich liegen, sehen Sie im Kosten-Ratgeber.
Für einen generalüberholten Sitzlift für eine gerade Treppe liegen die Preise meist zwischen 1.800 und 4.000 € – abhängig von Alter, Zustand und Ausstattung. Neu kostet derselbe Lift schnell 3.500 bis 8.000 €.
„Generalüberholt" bedeutet: Ein Fachbetrieb hat den Lift zurückgenommen, geprüft, Verschleißteile und Akkus ersetzt und gibt eine Gewährleistung. Das ist etwas teurer als ein rein privat verkauftes Gerät, aber deutlich sicherer.
Reine Privatverkäufe (Kleinanzeigen) sind am günstigsten, aber auch am riskantesten – hier fehlen Prüfung, Montage und Garantie.
Ein Gebrauchtlift spart Geld, bringt aber Risiken mit:
Passt die Schiene wirklich? Bei kurvigen Treppen fast nie. Auch bei geraden Treppen muss die Länge stimmen.
Zustand von Akku und Motor. Akkus altern; ein Tausch kostet extra. Lassen Sie Laufleistung und Baujahr nennen.
Montage und Sicherheit. Ein Treppenlift muss fachgerecht montiert und geprüft werden. Ein privat gekauftes Gerät ohne Fachmontage ist ein Sicherheitsrisiko – planen Sie die Montage durch einen Fachbetrieb ein.
Gewährleistung und Ersatzteile. Bei sehr alten Modellen kann die Ersatzteilversorgung schwierig werden. Achten Sie auf gängige Marken.
Kein Pflegekassen-Zuschuss? Doch. Auch ein gebrauchter Lift kann bezuschusst werden – der Zuschuss der Pflegekasse gilt für die Maßnahme, nicht nur für Neuware. Wichtig bleibt: Antrag vor dem Kauf.
Kaufen Sie gebraucht am besten generalüberholt über einen Fachbetrieb – mit Prüfung, fachgerechter Montage und Gewährleistung. Das ist der beste Kompromiss aus Preis und Sicherheit.
Bei kurvigen Treppen ist ein neuer, maßgefertigter Lift meist die klügere Wahl. Prüfen Sie in dem Fall auch, ob Mieten für Sie günstiger ist.
Lassen Sie sich am besten mehrere Angebote machen – neu wie generalüberholt. Fordern Sie unten kostenlos und unverbindlich an; ein geprüfter Fachbetrieb aus Ihrer Region berät Sie ehrlich, was sich für Ihre Treppe rechnet.
Bei geraden Treppen sind 30 bis 50 % Ersparnis gegenüber einem Neugerät realistisch. Bei kurvigen Treppen lohnt sich der Gebrauchtkauf meist nicht, weil die maßgefertigte Schiene selten passt.
Bei generalüberholten Liften über einen Fachbetrieb ja – üblich ist eine Gewährleistung. Bei reinen Privatverkäufen über Kleinanzeigen in der Regel nicht.
Ja. Der Zuschuss gilt für die wohnumfeldverbessernde Maßnahme und nicht nur für Neuware. Auch hier muss der Antrag vor dem Kauf gestellt werden.
Sagen Sie uns kurz, wie Ihre Treppe aussieht – wir vermitteln Ihnen einen geprüften Fachbetrieb in Ihrer Nähe. Unverbindlich, kostenlos, ohne Verpflichtung.